Sonntag, 5. Juni 2016

Laberrunde - Von Einem der Auszog das Seifen sieden zu lernen

Es fing alles so gut an. Die bestellten Zutaten waren schnell da und das hiesige Kaufhaus wurde um ein paar Öle und Fette erleichtert und frohen Mutes stand ich in der Küche. Wog die Ingredienzien ab und stellte sie zur direkten Verwendung auf Seite.
Erst die Fette geschmolzen, das flüssige Öl dazu gegeben und vorsichtig die Lauge angerührt. Dann alles abkühlen lassen, die beiden Flüssigkeiten zusammengeführt und gerührt, etwas Seifenleim auf Seite gegeben für die farbige Komponente und das Parfümöl in die Hauptmasse gegeben. Soweit so gut. Am Anfang sah noch alles gut aus, Der Seifenleim dickte kaum an und dann.... ich wollte meinen Augen nicht trauen : Grießbrei, aber vom feinsten. Weitergerührt in der Hoffnung das es sich wieder legt aber nichts da, es gelang nicht. Naja, dachte ich, vielleicht fängt es sich wieder in der Gelphase. Also erst die schöne Fliederfarbene Masse eingegossen und den Grießbrei darüber.
Wie ich in einem Buch gelesen habe ich die eingeformte Masse in den Ofen gegeben. In einem Buch stand 90 Grad, im Netz 50 also habe ich mich für die Mitte entschieden und auf 70 Grad gestellt.
Nach einer Stunde habe ich alles raus genommen und zwischen 2 Decken zum "schlafen" gelegt.
Am nächsten Morgen erwartete mich das grauen. Es hatte sich nicht wieder zusammen geführt und sa so aus:


Richtig schön krisselig. Was nun? Ich habe das bild direkt in der Seifengruppe auf Facebook gepostet und nach Rat gefragt und bekam auch direkt eine Antwort: einschmelzen und neu gießen.
Gesagt, getan. Die Seifenblöcke klein geschnitten und mit einem Schuss destiliertem Wasser in einen Topf gegeben und die Hitze ihren Job tun lassen. Es sah gut aus, alles schmolz und ergab eine homogenen Seifenmasse. Zwar etwas fest aber ohne Grieß darin. Nun wieder die Formen befüllt und etwas auf der Arbeitsplatte geklopft um die Luftlöcher zu reduzieren. Alles wieder unter die Decken un bis zum nächsten Morgen warten.
Ich konnte es am nächsten Morgen kaum erwarten und schlcih um die in Decken eingepackte Seife herum und traute mich sie endlich aus ihren Formen zu holen. Sie sah soweit ganz gut aus, leicht wie ein Käse und fühlte sich zwar noch etwas Schmierig an aber ich hoffe das legt sich noch. Erstmal habe ich sie in Kartons gelegt und warte jetzt 6-8 Wochen ab und gucke was sich bis dahin getan hat.


Die Formen habe ich sofort gesäubert und die Seifenreste die darauf zurück blieben haben den feinsten Schaum erzeugt. Wenigstens das passt schonmal. Jetzt heißt es abwarten und Kaffee trinken.

To be continued ;-)