Sonntag, 23. Oktober 2016

Laberrunde - Warum dauert das mit den Testberichten so lange?

Hier mal ein Thema was vielleicht den einen oder anderen interessieren könnte
Warum dauert das immer so lange mit den Testberichten?
Eine gute Frage.
Viele meinen das man, wenn man den oder die Artikel bekommen hat direkt loslegt und testet und direkt schreibt. Aber nein, so ist es nicht.
Wie mache ich das?
Wenn der Paketmensch klingelt wird erst einmal, ganz normal, das Paket entgegengenommen und ins Wohnzimmer gebracht. Voller Vorfreude wird es dann geöffnet und geschaut was denn da überhaupt gekommen ist und ob alles, was vorher besprochen wurde, geliefert wurde. Es folgt ein erstes begutachten der Produkte wo schon, mit meiner Verlobten, über Design, Farbe usw. gesprochen wird. Dann kommt es, je nachdem was es ist, ins Büro oder, wenn es gekühlt werden muss, in den Kühlschrank. Im folgenden wird überlegt wozu man es benutzen kann, bei Gewürzen z.B. was wird damit zubereitet. Die ersten Überlegungen wie man es fotografiert schießen einem durch den Sinn. Dann verschwindet der Artikel erst mal in der „Versenkung“ bis man etwas Luft hat sich darum zu kümmern. Das kann schon ein paar Tage dauern. Jetzt wird das Set aufgebaut um das Produkt ins rechte Licht zu rücken. Zwar meist sehr spartanisch aber mein Requisitenfundus wächst erst noch. Wenn die Fotos im Kasten sind wird das Produkt getestet. Bei Technik wir es angeschlossen und unter den ersten kritischen Augen begutachtet und geschaut ob es sich im Alltag bewährt. Auch das kann schon eine Weile dauern. Bei Lebensmitteln überlegt man sich ein Rezept und die fehlenden Zutaten werden gekauft und dann wird wieder fotografiert und das Mahl bereitet, dann wieder mit dem Fotokasten abgelichtet, erst jetzt kann es verzehrt werden. Während des Essens werden die ersten Eindrücke in Sachen Geschmack, Konsistenz, Mundverhalten usw. bewertet.
Wenn dies geschehen ist werden die Fotos in Lightroom gesichtet und ggf. bearbeitet.
Jetzt erst kommt die Arbeit am Bericht. Hier stehen dann noch Recherchearbeiten an um Zusatzinformationen dem Leser mitzuteilen. Der Artikel braucht also auch seine Zeit und ist nicht gerade mal in einer viertel Stunde runter gerissen. Es soll ein Gesamtbild erzeugt werden und dann muss es noch meinen Ansprüchen gerecht werden. Zum Schluss wird gegengelesen, Verbesserungen gemacht und auf den Blog gebracht. Hier stehen dann arbeiten an wie Links setzen, Bilder positionieren und den fertigen Artikel in den Sozialen Plattformen zu verbreiten. Jetzt erst ist alles fertig und Ihr könnt lesen was ich zu dem Produkt zu sagen habe.
Ich breche mir kein Bein aus um innerhalb von 24 Stunden etwas Online zu stellen, da habe ich und vor allem Ihr nichts von. Was bringt es wenn ich ein Produkt nur einmal anfasse oder mich nur kurz damit befasse? So kann ich mir kein Urteil erlauben. Ich möchte Euch den bestmöglichen Bolg-Artikel zu lesen geben und das dauert halt eine Weile.
Ich hoffe ich konnte etwas Licht in meine Methoden geben
Bis dahin und eine gute Zeit :-)